Ich will am Freitag auf eine Lesung und zwar die Lesung von meinem Kumpel Marco Ott. Er liest am 24. Mai in der Ameis Buchhandlung in Hildesheim aus seinem Debütroman
ᴡᴀs ɪᴄʜ ᴢᴜʀüᴄᴋ ʟɪᴇß. Gerade hatte ich noch mal die genaue Uhrzeit recherchiert als mir auffiel, dass ich sein Buch noch gar nicht rezensiert habe 🙈
Aber wieso, frag ich mich grad, denn dieses Buch ist ziemlich genial. Ich hab es schon vor einer ganzen Weile gelesen in einem Rutsch.
Marco erzählt hier die Geschichte seiner Kindheit und Jugend, nimmt uns mit zu Studienplatz-Absagen, zu falschen Friends [und zurück in die Schule, bähh], zu nervigen Nebenjobs. Zu seiner Scham und zum ewigen Verleugnen. Er schreibt so gut ich hab alles so gefühlt. Es hat mich berührt weil es mich teilweise auch betrifft.

Bücher über Herkunft, über Klassenunterschiede, übers kämpfen [immer und um alles, ständig] und darüber wie manche Leute es eben nicht so einfach haben, in dieser verrückten, komplizierten und wissenschaftlichen Universitäts-Bubble sind so so wichtig. Marco schreibt auf, was ich auch schon oft in meinem Leben erlebt habe.
Früher als ich „nur“ eine Ausbildung gemacht habe, als ich zum ersten Mal in einem Seminar an der Uni war und gar keine Ahnung hatte, wer Adorno oder Butler sind – und ich weiß so vieles immer noch nicht und fühl mich 80% der Zeit, die ich an der Uni verbringe wie die größte Imposterin…
Eine Geschichte von inneren und äußeren Widerständen. Die Geschichte einer Abnabelung.
Marco Ott hat einfach einen ganz wunderbaren Schreibstil: sensibel, dennoch direkt. Er schreibt und beschreibt so lebensnah, so echt.
Dieses Buch gibt mir das Gefühl, nicht alleine zu sein. Ich fühl mich sehr gesehen.